Kölner Stadt-Anzeiger | Германия | 21 августа 2017

ElenaPress

Patricia Kaas lieferte eine fulminante Show ab Monschau. Die Eifel ist eben nicht die Côte d’Azur. Mitten im Sommer kann das Thermometer nachts schon mal locker unter die Zehn-Grad-Marke rutschen. Darauf war Patricia Kaas, französischer Chansonstar aus Lothringen, offenbar nicht eingerichtet. Ihre luftige Bühnengarderobe war für Eifeler Temperaturen eher nicht geeignet. Aber die charmante Sängerin machte das Beste daraus und hielt sich bei ihrem temperamentvollen Auftritt auf der Monschauer Burg ständig in Bewegung. Die steilen Zuschauerränge waren restlos gefüllt, was Organisator Helmut Lanio strahlen ließ. “Ist das kein wundervoller Abend?”, freute er sich. Diese Frage beantworteten die Zuschauer am Schluss der fulminanten Show mit Applaus, Gejohle und Getrampel. Die zierliche Blondine und ihre fünfköpfige Band hatten ihr Publikum vom ersten Chanson an fest im Griff. Zum Aufwärmen gab es ein paar neue Stücke vom eben erst erschienenen Album, die bei den deutschen Zuhörern logischerweise noch unbekannt waren. Aber offenbar hatte das Konzert des Weltstars auch etliche Fans aus der französisch-sprachigen Wallonie angelockt, die ja von Monschau aus gesehen gleich um die Ecke liegt. Es gab etliche Zuhörer, die auch die neueren Songtexte der großen Diva komplett mitsingen konnten. Die Kaas steht nun schon fast seit 30 Jahren auf den großen Bühnen in Europa. Vielleicht hat ihre Stimme nach den vielen Jahren höchster Beanspruchung hier und da ein bisschen an Schärfe und Frische eingebüßt. Aber das macht die Sängerin mit ihrer gewachsenen Persönlichkeit mehr als wett. Zwar dauerte das Konzert beim Monschau-Festival nur etwas mehr als 90 Minuten, die jedoch waren, was die Performance von Patricia Kaas und ihrer hochkarätigen Band anbelangt, von hoher Intensität. Die mittlerweile 50-Jährige Wahl-Pariserin orientiert sich stilistisch offenbar wieder etwas mehr in Richtung Rock und Blues. Damit hatte sie zu Beginn ihrer Karriere großen Erfolg. Beispielsweise als sie mit “Mademoiselle chante le blues” Mitte der 80er Jahre den Durchbruch schaffte. Dieses druckvolle Chanson präsentierte sie in Monschau in neuem Gewand, und das Publikum geriet schier aus dem Häuschen, als Thomas Moked-Blum, der schlaksige Gitarrist, richtig Gas gab und den treibenden Rhythmus des großartigen Adam Falkner am Schlagzeug und von Bassist Antoine Reininger aufnahm. Starke Akzente setzten an Piano und Orgel auch Mathieu Coupat und Guillaume Zeller – allerdings ließen sie ihr wahres Können nur ganz selten richtig aufblitzen. Ihr Job war eindeutig, den Star des Abends nach Kräften zu unterstützen. Und das gelang der Band fabelhaft. Perfekt ins Licht gesetzt Derart perfekt ins Licht gesetzt konnte Patricia Kaas nur strahlen. Ihre Freude, endlich wieder auf der Bühne zu stehen und ihre Kunst auf einer Tournee durch sage und schreibe 40 Länder zu zeigen, war deutlich sichtbar. Wunderbar groovend ihre aktuelle Version des Hits “Une fille de l’est”, lustvoll rockend der Klassiker “Mon mec à moi”. Es gab zwar zwischendurch auch ein paar zurückgenommene Momente in der Show, in denen leise Töne angeschlagen wurden. Mit “Le jour et l’heure” erinnerte die Sängerin an die furchtbaren Terroranschläge im Bataclan in Paris. Aber diese Atempausen waren kurz, und schon ging es im Vollepulle-Modus weiter. Patricia Kaas sang sich, wie fast immer in ihren Konzerten, im wahrsten Sinne des Wortes die Seele aus dem Leib. Und ihr dabei zuzuschauen war ein großes Vergnügen. Von Günter Hochgürtel Источник: Kölner Stadt-Anzeiger

В ресторане

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Патрисия Каас с друзьями и командой была замечена в одном из ливанских ресторанов.